Monthly Archives: Februar 2012

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Das richtige Wetter zum Verkleben

Sie werden sich fragen was hat das Wetter mit dem Verkleben zu tun? Während des Verklebens sollte eine Umgebungstemperatur von 15 Grad nicht unterschritten werden. Sollte die Folie zu kalt sein, so ist diese recht hart und spröde. Daher sollte sich auch die Folie an die Umgebungstemperatur anpassen.
Im Winter sollte man auch unbedingt bedenken, dass es bei einer Nassverklebung auf kalten Untergründen dazu kommen kann, dass sich aus dem Wasser ein Eisfilm bildet und der Kleber der Klebefolie auf diesem aushärtet! Daher sollte die Temperatur von  KFZ Teilen und Glasscheiben vor einer Verklebung geprüft werden und ggf. durch Strahler angepasst werden! Es ist sehr wichtig, dass möglichst viel Wasser zwischen Folie und Untergrund ausgerakelt wird, so dass alles gut durch trocknen kann!
KFZ Beschriftungen sollten Sie leicht anföhnen und 48 Stunden in einer temperierten Halle gut trocknen lassen. Bei vollflächigen Verklebungen von Fensterfolien sollte man die kommenden Tage die Heizung auch abends und nachts anlassen bis die Folie richtig angezogen ist!

Die ersten 4 Wochen nach der Verklebung härtet der Kleber aus und die Restfeuchtigkeit diffundiert langsam durch die Folienstruktur. Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit kann dieser Prozess unterschiedlich lang andauern!
Bei Folien
unter 80µ liegt die Trocknungszeit bei ca. 14 Tagen
bei 80µ-100µ liegt die Trocknungszeit bei ca. 30 Tagen
bei 100µ-200µ liegt die Trocknungszeit bei ca. 50 Tagen

Reinigung und Vorbereitung von Oberflächen

Klebefolien können auf einer Vielzahl von Oberflächen verklebt werden. Die Grundvoraussetzung ist eine saubere, trockene, glatte Oberfläche, welche frei von Fetten, Wachsen, Staub, Schmutz und Silikonen ist.
Da es recht schwierig ist die zu verklebende Oberfläche auf Unreinheiten zu prüfen, sollte die zu verklebende Oberfläche so intensiv gereinigt werden als sei diese verschmutzt. Nur so wird die optimale Voraussetzung geschaffen für eine erfolgreiche Verklebung.
Je nach Oberfläche ist Abwaschen mit Wasser und einem milden Reinigungsmittel ausreichend. Nach dem ersten Abwaschen sollte man die Oberfläche gut abspülen und mit einem fusselfreien Tuch abtrocknen. Achtung bei saugfähigen Oberflächen wie z.B. geschichtetem Holz sollte nur trocken gereinigt werden!
Hartnäckige Schmutz-, Wachs-, Öl- und/oder Fettrückstände müssen mit einem in Lösungsmittel getränkten Tuch entfernt werden. Dabei ist zu beachten, dass die zu verklebende Oberfläche durch das Lösungsmittel nicht angegriffen wird! Um auf Nummer Sicher zu gehen sollte die Eignung des Reinigungsmittels vor der Reinigung getestet werden!
Diverse Oberflächen:
Fenster und Glasoberflächen können mit einem Fensterreiniger behandelt werden. Oft findet man auf Fensterscheiben Sand, Rückstände vom Streichen, Hinterlassenschaften von Ungeziefer und Staub. Hartnäckige Schmutzrückstände können eingeweicht werden und mit einem Glasschaber behandelt werden. Achten Sie darauf, dass das Glas hierbei nicht beschädigt wird. Nach der ersten Reinigung muss unbedingt nachgespült werden. An und unter Gummiabdichtungen setzt sich gerne Schmutz und Staub ab. Daher sollten diese ebenfalls gründlich gereinigt werden.
Nicht lackierte Metalle können mit einer Reinigungslösung behandelt werden, oft sind noch Öle oder Fette auf der blanken Metalloberfläche. Als Endreinigung empfehlen wir das Abwischen mit einem in Lösungsmittel getränktem Tuch. Als Lösungsmittel empfehlen wir Isopropanol.
Autos, KFZ Teile und Autoscheiben müssen von Versiegelungen, Teer, Salzen, Autowachsen und Politurrückständen sorgfältig gereinigt werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich auch auf Autoscheiben Wachse und Versiegelungen festsetzen! Bei Vollverklebungen sind Schweller, Radläufe und Scheibengummis sehr penibel zu reinigen! Hier können durchaus einige Liter Isopropanol oder Reiniger verbraucht werden!

Achten Sie bei lackierten Oberflächen darauf, dass diese vollständig getrocknet und ausgehärtet sind. Bei Einbrennlackierungen kann meist direkt nach der Auskühlung verklebt werden. Luftgetrocknete Lacke und Teilereparaturen benötigen meist ein bis zwei Wochen bis sie komplett ausgehärtet sind. Erst nach vollständiger Aushärtung und  Verflüchtigung der Lösungsmittelrückstände kann hier verklebt werden. Nicht ausgehärtete Oberflächen können die Klebkraft negativ beeinflussen und es könnte zu starker Schrumpfung und Blasenbildung kommen.
Achtung, bei lackierten, nachlackierten Oberflächen, sowie Putzen und Furnieren wird ab und an gerne bei der Grundierung gespart! Auch nicht grundierte Spachtelmassen können sich negativ auf das Klebeverhalten und das Ablöseverhalten auswirken! Besonders beim Ablösen kann es dazu kommen, dass durch die fehlende Grundierung die Haftkraft des Lackes, Putzes oder Furniers nicht ausreichend ist und Teile an der Klebefolie verbleiben!
Verwitterte alte Lacke oder alte Klebefolien und Beschriftungen müssen je nach Oberfläche mit einem feinen Schwamm abgerieben werden, so dass alle losen Oberflächenpartikel entfernt werden. Nach der Reinigung müssen auch diese Oberflächen getrocknet werden, bei Sicken und Nieten kann man sich einen Heißluftfön zu Nutze machen und Restfeuchtigkeit kann durch die Erwärmung verdunsten.
Beschädigte Oberflächen, Lackoberflächen, Furnier und Holzoberflächen sollten vor einer Verklebung so behandelt werden, dass es zu einer homogenen Klebekraft auf der Oberfläche kommt!